Die Bordwände fühlen sich zu nah an, die Luft steht still, und unser Herz kribbelt, unruhig, voller Vorfreude. Die Seekarten liegen auf dem Tisch, die Listen des noch Unerledigten schrumpfen – und wir sind hier, mitten in diesem Dazwischen, bevor das große Abenteuer Atlantiküberquerung beginnt. Das werden vermutlich drei Wochen auf See, unsere längste Überfahrt bisher auf dem gewaltigen Ozean an dessen Rand wir gerade erst gekratzt haben.
Es sind die Tage zwischen „Jetzt“ und „Bald“. Die Wellen rollen noch sanft, die Segel liegen noch unter ihren Abdeckungen, und der Ozean wartet geduldig. In diesen Momenten spüren wir, wie wichtig es ist, nicht nur nach vorne zu denken, nicht nur an den Aufbruch und das, was kommt, sondern auch das Heute zu leben.
Ein Lachen am Steg, ein kurzer Plausch mit den Seglern nebenan, das Salz auf der Haut, der Duft der Insel – all das darf nicht untergehen im Trubel der Vorbereitungen. Diese Begegnungen, die kleinen Details, die stillen Augenblicke, sind genauso kostbar wie das Meer, das bald unsere Routine bestimmen wird.
Unser Song Moment beschreibt die Zerbrechlichkeit dieser Tage, das leise Staunen, das Kribbeln im Bauch, das Bewusstsein, dass wir Teil von etwas Großem sind – und trotzdem mitten im Jetzt stehen.
Hört selbst und fühlt ein Stück davon: [YouTube-Link zum Song]
Wir haben diesmal neben der deutschen Übersetzung des Textes auch die Akkorde dazugeschrieben, damit ihr mitspielen und singen könnt:

Wow, dieses Lied hat mich sofort angesprochen. Vielleicht weil ich auch auf dem Sprung bin und auf den Absprung warte. Es beruhigt mich total. Es hat so was Friedliches. Und gleichzeitig spüre ich die Spannung der Aufbruchstimmung. Die Ruhe vor der Aufregung.